1937 Lagonda LG6 DHCsehr originaler Wagen mit viel Patina und guter Technik
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Der von 1937 bis 1940 gebaute Lagonda LG 6 war eines der fortschrittlichsten und elegantesten Autos der Vorkriegszeit.
Entwickelt wurde der LG6 maßgeblich vom legendären W.O. Bentley, der nach dem Verkauf seiner Firma an Rolls-Royce als Chef-Ingenieur zu Lagonda wechselte. Er entwickelte den Lagonda LG6 auf der Basis des erfolgreichen LG45. Er vereinte im LG6 zahlreiche technische Innovationen wie z.B. doppelte Zündkerzen pro Zylinder, Zweikreis-Bremssystem, Zentralschmierung, verstellbare Stoßdämpfer und das im 2.,3. und 4. Gang synchronisierte Getriebe. Hinzu kamen die außerordentlich eleganten Werkskarosserien, die der geniale Frank Feeley geschaffen hatte, der später unter anderem bei Aston Martin den DB2 entwarf. Insgesamt wurden ca. 83 Lagonda LG 6 gebaut. Davon hatten ca. 67 Fahrzeuge, wie dieses Fahrzeug, das sportliche kurze Chassis und der Rest das längere Chassis für die langen Limousinen. Eine Vielzahl von verschiedenen Aufbauten war ab Werk erhältlich, wobei das wunderschöne Drop Head Coupé mit ca. 25 gebauten Fahrzeugen die beliebteste Variante war. Dieser Wagen mit der "experimental-chassisnumber" E3007 wurde am 20.08.1937 direkt auf Lagonda zugelassen und bekam das Kennzeichen FPJ 553. Ursprünglich mit einer Saloon-Karosserie versehen, wurde der Wagen als Vorführ- und Pressefahrzeug genutzt. 1939 bekam der Wagen von Lagonda eine neue Drop Head Coupé Karosserie, die sich in einigen Details von der Standardversion unterschied sowie die Produktions-Chassisnummer 12355 und wurde im Juni 1939 an den Londoner Händler Gaffkin Wilkinson ausgeliefert. Nach dem Krieg wurde E3007 1948 von Philip Morter, einem Architekt und talentierten Zeichner gekauft, der ihn 1952 wieder verkaufte. Morter nannte den Wagen "Jonathan" und es existiert noch eine sehr schöne Zeichnung dieses Wagens aus seiner Hand. In den 1960ern war der Wagen dann im Besitz von Ben Martin, einem Angestellten der Patrick Motors Group in Birmingham. Martin zeigte den Wagen bei verschiedenen Treffen und ein Foto des Wagens aus den 1960ern ist ebenfalls in Michael Frosticks Buch auf S. 71. Nach dem Tod von Ben Martin ging der Wagen 1981 in die "Patrick Collection" über, wo er einer der Attraktionen der Ausstellung im bekannten Londoner Alexandra Palace wurde. Am 8. März 1993 wurde der Wagen vom Aston Martin Sammler Dr. Dudley Heath gekauft, der den Wagen 1996 im Alter von 83 Jahren an einen weiteren Sammler verkaufte. Dieser verkaufte den Wagen 2002 durch den Britischen Händler Jeremy Wade an einen weiteren Britischen Sammler. 2006 wurde der Wagen dann an seinen letzten Eigentümer nach Frankreich verkauft. |
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